Im August 2025 stellte mich meine Firma vor vollendete Tatsachen – mit einem Angebot für ein dauerhaftes Homeoffice ab 2026, das ich schlichtweg nicht ablehnen konnte. Für manche klingt das nach Entspannung, aber wer mich kennt, weiß: Däumchen drehen und Dasein auf der Couch liegt mir überhaupt nicht.
Die gewonnenen Freiheiten wollte ich aktiv nutzen. Noch im selben Monat startete ich – mit Unterstützung meines Arbeitgebers – die Ausbildung an der German Voice Academy (GVA). Was folgte, war eine intensive Phase des Lernens: Ich vergrub mich in die Audiotechnik, baufähiges Equipment und den Aufbau meines Netzwerks auf verschiedenen Portalen. Es war eine Zeit lehrreicher Erfahrungen – inklusive der unvermeidlichen Fake-Angebote, die zum Online-Geschäft dazu gehören.
Auch die Kundenakquise war am Anfang eine echte Hürde. Sich bei Verlagen und Autoren zu melden, fühlte sich schnell wie ein Bittgang an. Doch mit jedem Anschreiben und jedem Austausch mit der „schriftlichen Zunft“ wuchs die Routine. Heute läuft der Motor: Die Kontaktaufnahme fällt leicht, Aufträge kommen rein und das Geschäft entwickelt sich stetig.
Durch die Kombination aus meiner früheren beruflichen Praxis und der Arbeit als Sprecher setzten sich schließlich auch eigene Ideen im Kopf fest. Ideen, die rausmussten. So entstanden im Laufe der Zeit drei eigene Bücher – darunter das Werk „2,78 Hertz“, das eine ganz besondere Verneigung vor unserer Sprecherzunft ist.
Heute verbinde ich Leidenschaft mit Handwerk: Mit einer tiefen, ehrlichen Charakterstimme, auch mit einem kleinen Dialekt und Geschichten, die bewegen.