Hallo zusammen in der Runde!
Ich bin Michael, 60 Lenze jung, Ur-Berliner und stecke hinter einer Stimme, die irgendwo zwischen reifem Reibeisen und tiefem Charakter zu Hause ist.
Angefangen hat die ganze Reise eigentlich als klassischer „Vorlese-Opi“ – bis ich gemerkt habe, dass da stimmlich noch ein paar Frequenzen mehr im Raum schwingen. Aus dem Vorlesen für die Kleinen ist schnell mehr geworden: Seit letztem August bin ich als Sprecher unterwegs, habe im eigenen Studio etliche Voiceover-Aufträge eingesprochen und zwei komplette Hörbücher produziert. Weil ich in 40 Jahren der Zeitungsbranche genug Stoff für Geschichten erlebte, habe ich nebenbei auch noch drei eigene Bücher zu Papier gebracht.
Ich freue mich riesig auf den Austausch hier in der Community, auf frische Impulse, nette Kontakte und spannende gemeinsame Projekte!
Beste Grüße aus Berlin,
Michael
Hallo Michael,
'ne echte Berliner Pflanze, dit is fast 'ne Rarität! (Nicht so wie ich und die meisten anderen, die alle immigriert sind …😉)
Herzlich willkommen in unserer Community! 😊
@Carsten Hallöchen, da sagst du was. Wenn ich eine Hörprobe zum besten gebe, höre ich schon das ein oder andere Mal. Stimme ist ja ganz gut, aber man hört einen kleinen Dialekt, wo ich mich dann frage wo sie den Dialekt raus hören.
@Michael Fragst Du Dich das und möchtest etwas daran ändern? Falls ja, gäbe es da schon Möglichkeiten mit SprechtrainerInnen, LogopädInnen o.ä. Die könnten Dir genau sagen, woran man Deine "Berliner Schnauze" erkennt (ich hör's auch in Deinen Demos) und was Du tun kannst, um noch mehr standardsprachlich zu klingen. Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen. 😉 Gerade erst habe ich einen Bericht gesehen über Luise Lunow, die im Alter von 94 Jahren noch immer als Synchronsprecherin tätig ist. Da sie mittlerweile nur noch schlecht sehen kann, spricht die Regie ihr die Takes vor, sie merkt sie sich und spricht dann (natürlich als erfahrene Sprecherin) nach. Was für ein Vorbild! 🤩
@Michael Jupp, klar und deutlich. Das spielt dann keine Rolle, wenn Du ohnehin Dinge einsprichst, die regional eingefärbt sein dürfen oder sogar sein sollen. Wenn Du „überregionale“ Ambitionen hast, dann solltest Du Dich sprechtechnisch coachen lassen. Damit verbesserst Du nebenbei auch die deutliche Aussprache und erweiterst Deinen stimmlichen Ausdruck. Go for it! 🙂
@Carsten hast du da mit dem Coaching einen Tipp. Ich hab sogar schon angefangen " der kleine Hey" zu lesen. Was mir schon nützliche Tipps öfferiert. Du hast schon recht, um in den überregionalen Bereich zu kommen, macht so was schon Sinn. Danke dir!
Der kleine Hey ist eine prima Übungshilfe, aber es ist sicher effektiver, wenn jemand von außen zuhört und korrigiert, sonst wurschtelt man so vor sich hin und trainiert sich vielleicht noch etwas verkehrt an... Da ich selbst keinen starken dialektalen Einschlag hatte, musste ich das in Sprecherziehung/Stimmtraining nicht so sehr üben, und kann daher auch keine persönlichen Erfahrungswerte mit Coaches in Berlin teilen. Einen Mangel an Angebot scheint es hier nicht zu geben... Über Netzwerken und Austauschen mit anderen SprecherInnen weiß ich aber zumindest ein, zwei Namen, die Du vielleicht mal in Erwägung ziehen kannst:
www.sarahskibbe.de/linklater.org/trainer-innen/susanne-eggert/
Hallo Michael, willkommen in der Community. Schön, daß Du hier bist 🙂
Kurz zu deinen Demos. Ja, man hört den berliner Dialekt schon raus. Aber das ist nichts, was man nicht beheben könnte. Mir ging es tatsächlich ähnlich: Als vor ein paar Jahren mein erstes Hörbuch erschienen ist, wurde in einer Rezension, mein kleiner "netter" bayerischer Einschlag erwähnt, der dem Rezensenten offenbar ganz gut gefallen hat. Ich aber, bin damals aus allen Wolken gefallen, da ich mir dessen überhaupt nicht bewusst war. Damals habe ich dann ca. 3-4 Sitzungen bei einer Logopädin genommen, um das noch wegzubekommen. Ich kann mir vorstellen, dass dir das auch helfen könnte 🙂
@Rainer Es ist manchmal wirklich verrückt, was andere alles heraushören. 😄 Mir wurde schon öfter ein amerikanischer Akzent angedichtet – keine Ahnung, wo ich den herhaben soll. Anscheinend liegt eine thüringisch-sächsische Sprachfärbung für manche ziemlich nah am Amerikanischen. 😅
Letztlich denke ich mir aber: Man muss eine Stimme eben mögen – oder eben nicht. Eine Autorin sagte mir einmal, ihre Leser und Hörer würden sich für ihre Geschichte lieber eine Sprecherin mit österreichischem Akzent wünschen, weil die Handlung dort spielt. Da dachte ich: völlig in Ordnung. Dann bin ich für dieses Hörbuch einfach nicht die Richtige, und das ist auch okay.
Schmunzeln musste ich allerdings, als eine Hörerin meinen angeblich „amerikanischen Akzent“ kritisierte – obwohl das Hörbuch in New York spielt. 🤷🏻♀️ Am Ende kann man es eben nie allen recht machen. 😅
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